Backteam in Aktion

 

Helle Rauchschwaden ziehen über das Museumsdorf hinweg, es riecht nach verbranntem Holz. Ein gutes Zeichen: Heute wird im alten Backhaus von Esslingen-Sulzgries gebacken. Schon kurz nach 9:00 Uhr wird der Ofen mit "Kräle" (Bündel dünner Äste) angeheizt, der Ofen muss auf die richtige Temperatur gebracht werden damit die Kuchen gut gelingen.

Vor dem Backhäusle baut das Verkaufsteam den Verkaufsstand auf. Ist genügend Wechselgeld in der Kasse? Liegen Servietten und Kuchenschaufeln bereit, ist der Spuckschutz richtig angebracht und sieht alles ordentlich aus?

Heute ist das Museumsfest des Fördervereins, wir hoffen dass wieder viele Besucher vorbeikommen und sich ein Stück Lauch-, Rahm-, Speck-, Apfel- oder Kümmelkuchen,  Nussschnecken oder ein Schmalzbrot kaufen. Zwei Mal im Jahr ist unser Backteam im Freilichtmuseum Beuren aktiv.

Unweit des Sulzgrieser Backhäusles, im Untergeschoss der Gärtinger Scheuer, haben die Vorbereitungen noch früher begonnen. Die Küche ist perfekt ausgestattet. Eine Maschine knetet den Teig für die Blechkuchen. Fleißige Hände schälen Äpfel und teilen sie in schöne Schnitze. Auch alle anderen Zutaten wie Lauch und Speck müssen hier geschnippelt werden. Mehr als 8 Personen sind heute im Einsatz. Im Laufe des Tages werden über 50 Bleche mit Teig ausgestattet, 8 Bleche mit Schneckennudeln bestückt. Die Apfelkuchen werden für den Ofen fertig gemacht. Zwei Träger sind unermüdlich dabei, die Bleche von der Küche hinauf zum Backhaus zu tragen. Dort müssen sie sich öfters den Weg zum Backhaus vorbei an neugierigen Gästen bahnen.

 

Im Backhaus werden auf den mit Teig vorbereiteten Blechen Lauch und Speck verteilt und mit Rahmsoße übergossen. Und dann ab in den Ofen. Nach 25 Minuten sind 12 Bleche fertig gebacken. Nach zwei Backserien muss der Holzbackofen wieder angeheizt werden. Dann dauert  es 40 Minuten bis wieder Kuchen gebacken sind. Um die Wartezeiten auf neue Kuchen zu überbrücken werden im Backhaus auf Holzofenbrot Griebenschmalz und Kräuterbutter gestrichen. Diese Brote stehen ständig bereit und schmecken auch gut.

Die Kuchen finden reißenden Absatz. So bildet sich manchmal eine Warteschlange vor dem Backhaus, das Verkaufsteam ist glücklich, wenn alle Wünsche erfüllt werden können. Am 
Abend ist die Schlacht geschlagen, alle Kuchen sind verkauft, das Geld gezählt, die Küche und das Backhaus aufgeräumt. Etwas ermattet aber glücklich geht unser Backteam nach Hause. Unser Ziele haben wir erreicht: wir konnten ein Stück Backhauskultur vermitteln, zufriedene Museumsbesucher wurden mit handgemachten Kuchen verköstigt und ein Beitrag für die Vereinskasse erwirtschaftet.

Text: Jürgen Detloff, Förderverein
Fotos: Jürgen Henzler und Hubert Renz, Fördererein

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