Dankeschön-Veranstaltung für die Ehrenamtlichen

 

Dankeschön-Abend des Landkreises Esslingen für ehrenamtliche Helfer, Förderer und Freunde

Schwungvoll wurde die Dankeschön-Veranstaltung des Landkreises Esslingen am 15. November 2017 in der Beurener Kelter von der Kapelle DanzMäG eröffnet. Landrat Heinz Eininger dankte in seiner Rede den mehr als 200 Anwesenden, mehrheitlich Mitglieder des Fördervereins, für ihre große Einsatzbereitschaft, ohne die das Museum in dieser Art nicht funktionieren könnte. Ebenso gingen ein großes Dankeschön an den Sponsoringpartner Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, vertreten an diesem Abend durch den Vorstandsvorsitzenden Burkhard Wittmacher, und den Vorsitzenden des Fördervereins, Herrn Hans Weil.

Im 23. Jahr hat das Museum dem stürmischen, oft wechselhaften Wetter getrotzt. Die anvisierte Zahl von 75.000 Besuchern konnte zwar nicht erreicht werden, dennoch sind Landrat Heinz Eininger und Museumsleiterin Steffi Cornelius mit 71.384 Gästen sehr zufrieden. "Tempus fugit"- in die Zukunft investieren, Geschichten vom Leben für die Nachwelt erhalten. Im Museum ist Altes anschaulich, begreifbar - ein Bildungsort, der Spaß macht.

Landrat Eininger freute sich darüber, dass die Mitgliederzahl des Fördervereins stetig wächst, zunehmend junge Familien ins Museum kommen, um dort die angebotenen Aktivitäten zu genießen. Im Jahr 2017 gab es ca. 810 Buchungen mit über 18.000 Besuchern bei Mitmachaktionen und Führungen. Idyllisch eingebettet bietet das Museum viele Möglichkeiten, ganz unterschiedliche Themen umzusetzen. Touristisch gewinnt das Museumsdorf am Albtrauf zunehmend an Bedeutung.

Hans Weil sorgte mit seiner Rede in Reimform für eine Überraschung. Kurz und prägnant stellte er so unseren Beitrag für das »lebendige Museum« vor. Zudem dankte er Frau Cornelius für ihr Engagement in ihrer Doppelfunktion als Museumschefin und als stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. 

Hier ein Ausschnitt aus seinem Gedicht:

Ja, dieses Jahr ist gut gelungen,
ein Loblied sei drum auch gesungen,
aufs Ehrenamt, weil es viel nützt,
und den Betrieb sehr unterstützt,
mit tollen Teams die ständig brennen
und wissen, wo sie helfen können,
ein Vorstand, der sich ständig müht,
dass der Verein gedeiht und blüht,
dafür steht heut des Landrats Dank,
er ist für uns die sichere Bank.

Nach einer fröhlichen Musikeinlage ließ Steffi Cornelius ausgewählte Höhepunkte der Saison Revue passieren und gab einen Ausblick auf die Saison 2018. Neben mehr als 100 Veranstaltungen gab es zusätzliche Angebote, wie z.B. "Brot-Zeit", eine Aktion der evangelischen und katholischen Dekanate im Rahmen des Lutherjahres, "Kunst an außergewöhnlichen Orten" oder das Aktionswochenende "Faszination Handwerk", das allein ca. 4.000 Menschen besuchten und die Ausrichtung des Mitarbeiterfestes der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen mit ca. 600 Personen,

Auf große Resonanz traf die "Dickkopfweizen-Story", eine Sonderausstellung über die Rettung einer alten Getreidesorte, die nun verlängert wird. Erwähnenswert ist auch die gute Kooperation mit den Kreisverbänden der Obst- und Gartenbauvereine Nürtingen und Esslingen. Ganz besonders freute sich die Museumschefin über die diesjährigen "Promi-Besuche": wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann, die Staatssekretärin aus dem Landwirtschaftsministerium, Friedlinde Gurr-Hirsch, die Staatssekretärin aus dem Wirtschaftsministerium Katrin Maag, den Staatssekretär aus dem Umweltministerium, Andre Baumann.

Frau Cornelius erinnerte an das nun 20 Jahre bestehende "Tante-Helene-Lädle" im Freilichtmuseum und lobte die über 50 Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen Einsatz. Ein großes Lob ging auch an die weiteren Teams unseres Fördervereins, die das Museum vor und hinter den Kulissen in ganz verschiedenen Bereichen unterstützen.

Für das Jahr 2018 werden bereits die ersten großen Themen vorbereitet. So wird ein "neues" Gebäude abgebaut. Der 1893 erbaute und 1937 erweiterte Gartensaal der Gaststätte "Wilhelmshöhe" aus Geislingen/Steige wird das "Erlebnis- und Genusszentrum für alte Sorten und Lebensmittel" aufnehmen. Der Förderverein unterstützt dieses Vorhaben mir einer großzügigen Spende.

Eine Sonderausstellung mit Begleitveranstaltungen wird ab Juni 2018 das jüdische Leben im ländlichen Raum beleuchten. Diese Ausstellung ist Teil eines Projektes der sieben baden-württembergischen Freilichtmuseen, die sich mit "Integration und Ausgrenzung auf dem Land" beschäftigen. Das Museumsteam erarbeitet derzeit auch das Veranstaltungsprogramm 2018, das pünktlich zur Touristikmesse CMT im Januar vorliegen wird.

Nach diesen Reden mit viel Lob, Anerkennung für das gemeinsame Tun freuten sich alle Gäste über die Einladung zu (Alb-)Linsen, Spätzle und Saitenwürstle. Ein weiterer Auftritt der Kapelle DanzMäG unterhielt die Gäste, dabei konnte der harmonische Abend noch gemütlich zur Kontaktpflege und zum Gedankenaustausch genutzt werden.

 

Text: Ute Reichhold, Förderverein

Fotos: Annika Schröpfer, Freilichtmusuem


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Saisonabschluss in der Beurener Kelter

Beim diesjährigen Dankeschönabend am 21. November 2016 in der Beurener Kelter brachte Landrat Heinz Einiger  seine Wertschätzung fürs Ehrenamt zum Ausdruck. Der festlich geschmückte Saal der Kelter war dicht bestuhlt, um all den zahlreich gekommenen Ehrenamtlichen einen Platz zu bieten. In seiner Begrüßung sparte der Landrat nicht mit Lob und Dank für das umfangreiche ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Fördervereins in den einzelnen Teams. Der Förderverein ist gut aufgestellt mit aktiven  Mitgliedern, die im Textildepot, im Backteam, im Handarbeitskreis, im Kuvertier-oder  Infoteam organisiert sind.

Wiederum haben deutlich über 70.000 Besucher den Weg nach Beuren ins Museum gefunden und einmal mehr hat in dankenswerter Weise die Kreissparkasse Esslingen Nürtingen dadurch dem Förderverein finanzielle Möglichkeiten eröffnet, um das Museum zu unterstützen. Der Landrat wertete dies als Bekenntnis zum Freilichtmuseum in Beuren und als Beweis dafür, dass man mit dem Aufbau von Haus Öschelbronn und der Errichtung eines neuen Eingangsgebäudes wichtige und richtige Investitionen getätigt habe. Das Museum ist durch seine idyllische Lage im Bioshärengebiebt ein wichtiger touristischer Anziehungspunkt in der Region.

Zum ersten Mal richtete Hans Weil, der ehemalige Köngener Bürgermeister und neue Vorsitzendes des Fördervereins, das Wort an die ehrenamtlich aktiven Mitglieder. Seit jeher fühlt er sich dem Museum am Standort Beuren verbunden. Den Erfolg des Museums führt er auf die Heimatverbundenheit und die Sehnsucht der Menschen nach Bleibendem in einer sich rasant verändernden Welt zurück. Mit der neugestalteten Homepage und dem Email-Newsletter „Post von Helene“, möchte er die aktiven und passiven Mitglieder noch aktueller und zielgerichteter informieren.  Ein besonderer Dank ging in diesem Zusammenhang an Vorstandsmitglied Hubert Renz, der die Homepage pflegt und für die Aktualität der Beiträge Sorge trägt.

Nach den beiden Grußworten stand zunächst das leibliche Wohl auf dem Programm. Zu Kartoffelsalat und Maultaschen gab es Klänge der schwäbischen Gruppe „Spundlochmusik“.  Unter dem Titel „Mit Engagement zum Erfolg“ präsentierte die Museumsleiterin Steffi Cornelius anschließend einen Rückblick auf die Saison 2016 und einen Ausblick auf einige im Jahr 2017 geplante Aktivitäten. Es wurde deutlich, wie umfangreich und vielfältig das Freilichtmuseum sich bei über 100 Veranstaltungen im Jahr darstellt.  Mit einer eigenen Museums App, WLAN im Eingangsbereich, dem neugestalteten Infosystem und der Überarbeitung des Audioguides konnte sie aufzeigen, dass das Museum zeitgemäße Formen zur Vermittlung der Museumsinhalte parat hält. Die Ausstellung „Typisch schwäbisch“ beschrieb sie als wichtigen Beitrag zum Erhalt des schwäbischen Dialekts. Vergangenes bleibt so lebendig und begreifbar. Überhaupt ist das Museum auf der Höhe der Zeit, was bspw. der neue Weg zwischen Albdorf und Neckarland und die damit verbundene Barrierefreiheit zeigen. Neu und wegweisend ist auch Familienferienprogramm mit 40 zusätzlichen Veranstaltungen, die auch unter Mithilfe der Ehrenamtlichen realisiert werden konnten. Künftig findet das Oldtimertreffen nur noch alle zwei Jahre statt. Dafür wird derzeit intensiv an einem neuen Schwerpunkt des Museums gearbeitet: Der Ausbau zum „Genuss- und Erlebniszentrum für alte Sorten“ wurde bei mehreren Veranstaltungen, an denen auch Mitglieder des Vorstand des Fördervereins teilnahmen, diskutiert und konkretisiert.

An zahlreichen Stellen ist es mit Hilfe des Fördervereins gelungen das Museum noch attraktiver und vielfältiger zu machen. So konnte der Förderverein zum Beispiel durch eine Spende der Familie Schüle eine Erlebnisbrücke auf dem Naturspielplatz aufbauen lassen und ein neuer Baum auf dem Gelände der Gartenwirtschaft gepflanzt werden. Ebenso wird das alte Schreinerhandwerk einmal im Monat wiederbelebt. Am 21. Museumfest waren über 100ehrenamtliche Fördervereinsmitglieder im Einsatz, mit einer Gruppe von Volunteers hatte Vorstandsmitglied Inge Hafner diesmal ein Glücksmomente-Programm zusammengestellt, das sich großer Beliebtheit erfreute.

Mit einem Ausblick auf die neue Saison, die am 1. April 2017 beginnt, schloss Frau Cornelius ihren Bericht ab. Es wird wiederum ein Jahr mit vielen Aktionen geben. Darunter ein neues museumspädagogische Programm „Kühe machen Mühe“, eine Ausstellung zur Förderung der Landwirtschaft unter König Wilhelm I. und ein Aktionswochenende zum Thema „Faszination Handwerk“ im September 2017.

Alle Reden und Berichte würdigten das ehrenamtliche Engagement der Fördervereinsmitglieder ausdrücklich. Beim anschließenden gemütlichen Miteinander wurde bei den Klängen der Spundlochmusiker mit Sicherheit noch der eine oder andere persönliche Eindruck aus der vergangenen Museumssaison ausgetauscht.

 

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