Dankeschön-Veranstaltung für die Ehrenamtlichen

 


Attraktive Angebote brachten Besucherzuwachs

Die Kelter in Zentrum der schönen Gemeinde Beuren war gut gefüllt – rund 240 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, größtenteils Mitglieder des Fördervereins, waren der Einladung von Landrat Heinz Eininger zum Dankeschön-Abend 2018 gefolgt. Für eine stimmungsvolle musikalische Unterhaltung sorgte die Musikgruppe „Klezmerfantasien“.

Gleich zu Beginn verkündete Landrat Eininger bei seiner Begrüßung der Gäste die frohe Kunde vom Besucherzuwachs in der vergangenen sonnenreichen Saison von rund 71.000 auf über 78.000 Besucher. Davon profitiert das Freilichtmuseums unmittelbar mit 1,50 € pro Besucher. Mit diesem Betrag unterstützt die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen seit vielen Jahren das Museum und Landrat Heinz Eininger konnte dem anwesenden stellvertetenden Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen,, Bernd Haußels, persönlich dafür Dank sagen.

Die gerade zu Ende gegangene Museumssaison war in vielfacher Hinsicht ein Erfolg. Der kulturelle Mehrwert, den der Landkreis Esslingen durch das Museum bieten kann ist in diesem Jahr erneut deutlich geworden: 835 gebuchte Museumsaktionen und Führungen unterstreichen das Interesse der Bevölkerung am Freilichtmuseum.

Aber nicht allein die „Zahlen“ stimmten. Das Ausstellungsprojekt „anders. anders?  – Ausgrenzung und Integration auf dem Dorf“ rückte mit der Sonderausstellung "Jüdisches Leben im ländlichen Württemberg"  ein wichtiges und absolut aktuelles gesellschaftliches Thema ins Bewusstsein. Nicht minder bedeutsam lobte Eininger den neuen Schwerpunkt des Freilichtmuseums: Aufbau eines Erlebnis- und Genusszentrums für alte Sorten. Die Vorbereitungen für den Aufbau des Gartensaals aus Geislingen haben begonnen und im Herbst 2019 ist mit der Fertigstellung zu rechnen. Der Förderverein leistet hierzu einen beachtlichen finanziellen und inhaltlichen Beitrag, der dem Kreistag die Zustimmung zum neuen Projekt leichter machte.

Darauf hob auch Hans Weil, der Vorsitzende des Fördervereins, in seinem Grußwort ab. In gekonnt formulierten schwäbischen Versen bedankte er sich für das gute partnerschaftliche Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamtlichen im vergangenen Museumsjahr. Ein Dankeschön hatte er auch für Landrat Eininger parat: „Die drei Promille des Kreisetats, die das Museum kostet, sind gut angelegt.“

Für die Mitgliederversammlung im Frühjahr kündigte er einen ausführlichen Bericht über die Arbeit des Fördervereins und die mittlerweile acht Teams an. 2019 wird zudem das 25-jährige Jubiläum des Fördervereins gefeiert und er rechnet fest mit der tausendsten Mitgliedschaft im Verein.

Nach den einführenden Wortbeiträgen stand dann erst einmal das leibliche Wohl im Mittelpunkt. Maultaschen und Kartoffelsalat wurden kredenzt und bei den Gästen kam auch dieser Programmpunkt gut an.

Museumsleiterin Steffi Cornelius ließ anschließend das Museumsjahr mit einer bildreichen Präsentation Revue passieren. Unter dem Titel „Mit starken Partnern auf Erfolgskurs“ dankte auch sie für die ehrenamtliche Unterstützung des Fördervereins. Das Museumsjahr brachte viel Neues: Neue Postkartenmotive, weitere Parkplätze sowie ein erweitertes anspruchsvolles Veranstaltungsangebot. An die jungen Museumsbesucher wurde ebenfalls gedacht: eine Kinderküche und ein historischer Traktor haben bereits viele Freunde gefunden. Mit der Zeit geht man neuerdings auch durch die Präsenz in den sozialen Medien. Das Museum hat bei Instagram bereits 500 Abonnenten und wer mag kann künftig auch im Museum heiraten. Bereits in diesem Jahr haben einige Paare von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Steffi Cornelius dankte an dieser Stelle Herrn Bürgermeister Gluiber für die Widmung des Hopfensaales als zusätzliches Trauzimmer der Gemeinde im Museumsdorf.

Prominente Gäste haben 2018 wiederum den Weg ins Museum gefunden, darunter die Autorin Felicitas Wehnert mit ihrem Buch „Gartenschätze im Südwesten“ – sozusagen dem Begleitband des neuen Museums-Schwerpunktes. Petra Durst-Benning stellte ihr neues Buch ebenfalls im Freilichtmuseum vor – Inspirationen dafür kamen auch aus dem Fotoatelier des Museums. Zu Besuch waren auch der Tourismusminister Wolf und das SWR Fernsehen mit der Moderatorin Sonja Faber-Schrecklein. Kurz nach Beginn der Winterruhe war der Bundestagsabgeordnete Nils Schmid noch im Museum, um Erde mit nach Berlin in den Bundestag zu nehmen.

Freude bereitet Museumsleiterin Steffi Cornelius auch die Zusammenarbeit mit über 30 Partnern aus der Region, die den Aufbau des Erlebnis- und Genusszentrums unterstützen.

Zum Schluss kam noch der Ausblick auf 2019 – wobei sich Steffi Cornelius insgesamt noch etwas bedeckt hielt aber zumindest verriet, dass zwei schwäbisch-hallische Landschweine im Museum einziehen werden. Man darf also gespannt sein, aber zunächst ist das Freilichtmuseum für Besucher/innen geschlossen. Amm 31. März startet das Museum in die Saison 2019.

Text: Jürgen Henzler, Förderverein
Fotos:  Freilichtmuseum
 weitere Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier

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Saisonabschluss in der Beurener Kelter

Beim diesjährigen Dankeschönabend am 21. November 2016 in der Beurener Kelter brachte Landrat Heinz Einiger  seine Wertschätzung fürs Ehrenamt zum Ausdruck. Der festlich geschmückte Saal der Kelter war dicht bestuhlt, um all den zahlreich gekommenen Ehrenamtlichen einen Platz zu bieten. In seiner Begrüßung sparte der Landrat nicht mit Lob und Dank für das umfangreiche ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Fördervereins in den einzelnen Teams. Der Förderverein ist gut aufgestellt mit aktiven  Mitgliedern, die im Textildepot, im Backteam, im Handarbeitskreis, im Kuvertier-oder  Infoteam organisiert sind.

Wiederum haben deutlich über 70.000 Besucher den Weg nach Beuren ins Museum gefunden und einmal mehr hat in dankenswerter Weise die Kreissparkasse Esslingen Nürtingen dadurch dem Förderverein finanzielle Möglichkeiten eröffnet, um das Museum zu unterstützen. Der Landrat wertete dies als Bekenntnis zum Freilichtmuseum in Beuren und als Beweis dafür, dass man mit dem Aufbau von Haus Öschelbronn und der Errichtung eines neuen Eingangsgebäudes wichtige und richtige Investitionen getätigt habe. Das Museum ist durch seine idyllische Lage im Bioshärengebiebt ein wichtiger touristischer Anziehungspunkt in der Region.

Zum ersten Mal richtete Hans Weil, der ehemalige Köngener Bürgermeister und neue Vorsitzendes des Fördervereins, das Wort an die ehrenamtlich aktiven Mitglieder. Seit jeher fühlt er sich dem Museum am Standort Beuren verbunden. Den Erfolg des Museums führt er auf die Heimatverbundenheit und die Sehnsucht der Menschen nach Bleibendem in einer sich rasant verändernden Welt zurück. Mit der neugestalteten Homepage und dem Email-Newsletter „Post von Helene“, möchte er die aktiven und passiven Mitglieder noch aktueller und zielgerichteter informieren.  Ein besonderer Dank ging in diesem Zusammenhang an Vorstandsmitglied Hubert Renz, der die Homepage pflegt und für die Aktualität der Beiträge Sorge trägt.

Nach den beiden Grußworten stand zunächst das leibliche Wohl auf dem Programm. Zu Kartoffelsalat und Maultaschen gab es Klänge der schwäbischen Gruppe „Spundlochmusik“.  Unter dem Titel „Mit Engagement zum Erfolg“ präsentierte die Museumsleiterin Steffi Cornelius anschließend einen Rückblick auf die Saison 2016 und einen Ausblick auf einige im Jahr 2017 geplante Aktivitäten. Es wurde deutlich, wie umfangreich und vielfältig das Freilichtmuseum sich bei über 100 Veranstaltungen im Jahr darstellt.  Mit einer eigenen Museums App, WLAN im Eingangsbereich, dem neugestalteten Infosystem und der Überarbeitung des Audioguides konnte sie aufzeigen, dass das Museum zeitgemäße Formen zur Vermittlung der Museumsinhalte parat hält. Die Ausstellung „Typisch schwäbisch“ beschrieb sie als wichtigen Beitrag zum Erhalt des schwäbischen Dialekts. Vergangenes bleibt so lebendig und begreifbar. Überhaupt ist das Museum auf der Höhe der Zeit, was bspw. der neue Weg zwischen Albdorf und Neckarland und die damit verbundene Barrierefreiheit zeigen. Neu und wegweisend ist auch Familienferienprogramm mit 40 zusätzlichen Veranstaltungen, die auch unter Mithilfe der Ehrenamtlichen realisiert werden konnten. Künftig findet das Oldtimertreffen nur noch alle zwei Jahre statt. Dafür wird derzeit intensiv an einem neuen Schwerpunkt des Museums gearbeitet: Der Ausbau zum „Genuss- und Erlebniszentrum für alte Sorten“ wurde bei mehreren Veranstaltungen, an denen auch Mitglieder des Vorstand des Fördervereins teilnahmen, diskutiert und konkretisiert.

An zahlreichen Stellen ist es mit Hilfe des Fördervereins gelungen das Museum noch attraktiver und vielfältiger zu machen. So konnte der Förderverein zum Beispiel durch eine Spende der Familie Schüle eine Erlebnisbrücke auf dem Naturspielplatz aufbauen lassen und ein neuer Baum auf dem Gelände der Gartenwirtschaft gepflanzt werden. Ebenso wird das alte Schreinerhandwerk einmal im Monat wiederbelebt. Am 21. Museumfest waren über 100ehrenamtliche Fördervereinsmitglieder im Einsatz, mit einer Gruppe von Volunteers hatte Vorstandsmitglied Inge Hafner diesmal ein Glücksmomente-Programm zusammengestellt, das sich großer Beliebtheit erfreute.

Mit einem Ausblick auf die neue Saison, die am 1. April 2017 beginnt, schloss Frau Cornelius ihren Bericht ab. Es wird wiederum ein Jahr mit vielen Aktionen geben. Darunter ein neues museumspädagogische Programm „Kühe machen Mühe“, eine Ausstellung zur Förderung der Landwirtschaft unter König Wilhelm I. und ein Aktionswochenende zum Thema „Faszination Handwerk“ im September 2017.

Alle Reden und Berichte würdigten das ehrenamtliche Engagement der Fördervereinsmitglieder ausdrücklich. Beim anschließenden gemütlichen Miteinander wurde bei den Klängen der Spundlochmusiker mit Sicherheit noch der eine oder andere persönliche Eindruck aus der vergangenen Museumssaison ausgetauscht.

 

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