25 Jahre Förderverein - Jubiläumsfest am 14. Juli 2019

 

Der Förderverein ist älter als das Museum? In der Tat wurde der Förderverein bereits vor der Eröffnung des Freilichtmuseums in Beuren gegründet. Eins ist gewiss: Ohne den Förderverein sähe das Museum heute anders aus. Im vergangenen Vierteljahrhundert hat der Verein viel bewegt, initiiert und ermöglicht. Um dies zu feiern wurde das diesjährige Museumsfest breiter als bislang angelegt. Plakate im ganzen Umland verbreiteten erstmals die Kunde vom Museumsfest. Vereine aus dem Umland wurden aufgerufen, mit einem Beitrag das Museumsfest zu bereichern. So kam es, dass zahlreiche Vereine gekommen waren, um zu musizieren, darzubieten und zu informieren. Die DLRG Ortsgruppe Neuffen-Beuren, der Musikverein Großbettlingen, der Spielmannszug Neckartailfingen, die Jagdhornbläser der Jägervereinigung Nürtingen, die Schuplattler der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins aus Oberboihingen, das Kammerorchester Esslingen, der Kirchheimer Kammerchor, die Ebersbacher Goschahobler, der Männerchor und Just Music aus Großbettlingen sowie der Handharmonika-Club aus Großbettlingen zeigten ihr Können an verschiedensten Plätzen des Museums.

 

Doch bevor alles seinen Lauf nahm, war zuerst der Dorfbüttel, alias Hans Weil gekommen, um mit wohlformulierten Versen das Fest zu eröffnen. Das historische Gewand und die laut schellende Glocke machten deutlich, wie man im Zeitalter vor den neuen Medien auf große Ereignisse aufmerksam machte.

 

Wie im mer gab es Handwerker-Vorführungen verschiedenster Couleur und Mitmachaktionen für Jung und Alt. Jeder konnte auf seine Kosten kommen und mit Eindrücken beseelt einen unterhaltsamen und interessanten Museumstag genießen. Einzig das Wetter machte es den Besuchern und Darstellern nicht leicht. Ausgiebige Regengüsse vertrieben die Gesprächsrunde mit Landrat Eininger, unserem Vereinsvorsitzenden Hans Weil, seinem Vorgänger und Ehrenmitglied Wolfgang Maier, als Vertretung der aktiven Mitglieder Elisabeth Flad-Findeisen (Gartenteam) und Ingeborg Wagner (Lädlesteam) und für die passiven Mitglieder die Familie Schultheiß in den Hopfensaal. Felicitas Wehnert moderierte die Runde gekonnt und die Zuhörerschaft erfuhr einiges über die Beziehung der Gesprächsteilnehmer zum Freilichtmuseum und zum Förderverein.

Der Tag war eigentlich viel kurz, um alles anzusehen, zu genießen und nebenbei noch das Essensangebot der privaten Stände und natürlich des Backteams zu genießen. Beim Rundgang traf man nicht nur Handwerker und Anbieter feiner Häkel- und Strickwaren, mit etwas Glück begegnete man auch Tante Helene (fast) persönlich. Mit ihrem Originalfahrrad war Ingeborg Wagner vom Lädlesteam im Museum unterwegs, um Wiebele unters Besuchervolk zu bringen und nebenbei Werbung fürs Museumslädle zu machen. Das Museum war durch und durch lebendig: historische Strickmaschinen waren ebenso präsent wie Landtechniken von anno dazumal. Wer wollte konnte dem Geheimnis des Honigs nachgehen, oder das Klöppeln aus nächster Nähe betrachten. Eine Besonderheit war auch der Wagen mit den historischen Kaleidoskopen, dessen Besuch ein Geschenk eines Fördervereinsmitglieds zum Museumsfest war. Die Aufzählung wird wohl unvollständig bleiben: Schmied, Zimmermann und Steinmetz demonstrierten ihre Handwerkskunst den neugierigen Zuschauern – wer wollte konnte sich hinter die Tretnähmaschine setzen und Nadel und Faden in Bewegung setzen. Wer selber Hand anlegen wollte, konnte dies bei Holzarbeiten im Haus aus Ohmenhausen tun und wer nicht wusste wie man Kalk löscht, konnte dies ebenfalls beim Kalkofen neben dem Schafstall lernen.

Der Ausklang war dann den Vereinsmitgliedern vorbehalten. Vor dem Museumseingang wurde nach Ende des Museumsfestes der alkoholfrei Museums-PriSecco ausgeschenkt, um auf das stolze Alter des Vereins anzustoßen und und manches gute Gespräch zu führen. Großer Dank an alle Vereinsmitglieder und Gäste, die zum Gelingen des wahrhaft würdigen Jubiläumfestes beigetragen haben.

Text: Jürgen Henzler, Fotos: Jürgen Henzler und Hubert Renz, Förderverein

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