Unser Tante-Helene-Lädle hat für Sie geöffnet:

Dienstag - Samstag:  12:30 - 17:30 Uhr
Sonn- und Feiertage: 11:00 – 17:30 Uhr

Das Lädle befindet sich im Eingangsgebäude des Freilichtmuseums und der Einkauf im Tante-Helene-Lädle des Fördervereins ist unabhängig vom Museumsbesuch möglich.

Es ist sozusagen das Gesicht des Fördervereins im Freilichtmuseum, unser »Tante-Helene-Lädle«, 1997 in die Scheuer aus Gärtringen eingebaut und seit Juli 2014 im neuen Eingangsgebäude untergebracht.

Mit dem Aufbau und dem Betrieb des Lädles will der Förderverein insbesondere zur Attraktivität und Belebung des Freilichtmuseums beitragen, Mitglieder des Fördervereins als Freiwillige aktiv in die Arbeit einbinden mit den erwirtschafteten Gewinnen das Museum finanziell fördern.

Zur Geschichte des Kolonialwarenladens

Wer durch die schmale Tür in das ehemalige Kolonialwarengeschäft des Nürtingers Albert Schach eintritt, findet sich in einer »Einkaufswelt« wieder, wie sie noch in den 1960er Jahren landauf, landab Realität war.

Das Ladengeschäft »Albert Schach Colonialwaren«, 1929 in der Nürtinger Vorstadt gegründet, hatte auf einer Verkaufsfläche von lediglich 20 Quadratmetern alle Dinge des täglichen Bedarfs im Angebot. Ab 1945 stand die Tochter Helene Schach hinter der elterlichen Ladentheke und führte später das Geschäft allein weiter. Mit kaum veränderter Ladeneinrichtung und ohne Registrierkasse betrieb sie ihren Gemischtwarenladen bis ins Jahr 1992. Danach gelangte der »museumsreife« Laden in die Sammlung des Freilichtmuseums und begann, nun liebevoll »Tante-Helene-Lädle« genannt, im Jahr 1997 sein »zweites Leben«.

Nostalgische und regionale Produkte

Kaum zu glauben, wie viele Artikel wohlgeordnet in der Originalausstattung von 1929 Platz finden. Und die angebotene Produktpalette ist wirklich beeindruckend: Von Alblinsen über Erbswurst, Emailgeschirr und Seifen, Bildchen für Poesiealben, nostalgische Blechschilder bis zur Strickliesel ist alles zum Greifen nah. Auch eine Fülle regionaler Spezialitäten, so z. B. Prisecco und Honig aus den Streuobstwiesen, Weine aus dem »Täle« und Destillate aus der Region, darf selbstverständlich nicht fehlen.

     

Treffpunkt »Tante-Helene-Lädle«

Das Gespräch über den Ladentisch, die Möglichkeit zum Austausch über lange zurückliegende biographische Erinnerungen und Erfahrungen, das ist es, was auch die Mitarbeitenden im Lädlesteam immer wieder sagen, wenn sie nach den Motiven für ihr ehrenamtliches Engagement im Tante-Helene-Lädle gefragt werden. Ihre Zahl ist denn auch im Lauf der Zeit immer weiter angewachsen. Derzeit sind es rund 50 Personen, die mit Freude hinter dem Ladentisch stehen, manche davon annähernd ein Dutzend Einsatztage in einer Saison.

»Guck mal – da!«

Kein Wunder, dass die vielen Besucherinnen und Besucher im Lädle aus dem Staunen oft kaum herauskommen: »Guck mal – da!« oder »Das hat unser Opa auch gehabt!« Manche geraten regelrecht ins Schwärmen, wenn sie Dinge entdecken, die ihnen aus der eigenen Kindheit wohlvertraut sind. Da kann es passieren, dass drei ältere Damen auf einmal die einstige Rundfunkwerbung für Linde’s Ersatz-Kaffee trällern: »Ja der Lindes, Lindes, Lindes, ja der schmeckt!«

Nicht selten berichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Lädlesteam von berührenden Momenten. Etwa wenn eine Kundin von der Kur ihrer durch den Krieg früh verwitweten Mutter anno 1946 erzählt. Jeden Abend durfte sie als Kind während dieser vier Wochen bei der Oma einmal in die Tüte mit den Himbeerbonbons greifen: »Wenn du das letzte Bonbon genommen hast, kommt die Mama wieder heim.«

  20 Jahre Tante-Helene-Lädle im Freilichtmuseum

 

© Förderverein Freilichtmuseum Beuren e. V.  | KontaktArchiv | Impressum | Datenschutz