Weitere Förderprojekte

 

Handleiterwägele

Um die Attraktivität des Freilichtmuseums für junge Familien zu erhöhen, schaffte der Förderverein 2007 als besonderen Service fünf Handleiterwägele an. Sie werden am Museumseingang kostenlos gegen Hinterlegung eines Pfands ausgeliehen und erfreuen sich großer Beliebtheit. Auf diese Weise können auch Familien mit kleinen Kindern ihren Aufenthalt im weiträumigen Gelände des Museumsdorfes entspannt genießen.

Museumsführungen in Gebärdensprache

Seit der Saison 2010 bietet das Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen besondere Führungen und Mitmachaktionen an, die auf Besucher/innen mit Behinderung abgestimmt sind. Dazu gehören z. B. auch Führungen für Personen ohne bzw. mit stark eingeschränktem Hörvermögen. Hier übernimmt der Förderverein Freilichtmuseum Beuren e.V. die Kosten für eine Gebärdensprachdolmetscherin und ermöglicht auf diese Weise, dass auch Führungen in Gebärdensprache zum normalen Gruppenpreis gebucht werden können.

Anschaffung von Marktschirmen

In den Jahren 2006 und 2010 schaffte der Förderverein für das Freilichtmuseum Beuren mehrere große hochwertige Marktschirme an, die damals für den Museumsträger nicht finanzierbar waren. Als wirksamer Schutz vor Sonne und Regen werden die Schirme bei Veranstaltungen und Vorführungen jeder Art seither sehr geschätzt. Mit ihrer Aufschrift »Förderverein Freilichtmuseum Beuren« können sie zugleich als dezente Werbeträger für den Verein gelten.

Theaterstück »Köberle«

Eine Gruppe von Theaterbegeisterten fand sich Anfang 2010 im Förderverein zusammen, um unter der Leitung von Monika Wieder nach intensiver Probenarbeit eine schwäbische Kriminalkomödie im Freilichtmuseum zur Aufführung zu bringen. An drei Juni-Abenden 2010 präsentierte die Gruppe im stets ausverkauften Schlaitdorfer Schafstall das Stück »Köberle in himmlischer Mission«. Dabei ging es um einen Kriminalfall, der ins beschauliche Beuren verlegt worden war: Die Marienstatue war aus der dortigen Kirche verschwunden.

Ein begeistert mitgehendes Publikum quittierte den Bühnenauftritt von Fördervereinsmitgliedern und weiteren Aktiven jeweils mit anhaltendem Applaus.

Präsentationsmöglichkeiten

Von 2004 bis 2009 war die junge Kulturwissenschaftlerin Ulrike Zimmermann mit einem kleinen Dienstauftrag im Freilichtmuseum Beuren angestellt. Sie arbeitete insbesondere an der Einführung eines Besucherinformationssystems mit Audioguides, die seit 2009 den Besucherinnen und Besuchern des Museums zur Verfügung stehen. Ferner entwickelte sie neue didaktische Konzeptionen, z. B. für das Haus Aichelau, und erstellte mehrere Handreichungen für Sonderführungen. Der Förderverein unterstützte die Tätigkeit von Frau Zimmermann mit einem Zuschuss zu den Personalkosten von insgesamt 52.500 €.

Fotowettbewerb »Der schöne Schein«

Nach der Einweihung des Fotoateliers Hofmann schrieb der Förderverein Freilichtmuseum Beuren e.V. im Frühsommer 2003 einen Fotowettbewerb aus. Das dabei gewählte Motto »Der schöne Schein« sollte das Charakteristikum aus der Frühzeit der Porträt-Fotografie zum Ausdruck bringen: Die Bürgerinnen und Bürger, die um 1900 das Fotoatelier Hofmann in Kirchheim unter Teck aufsuchten, legten Wert darauf, in ihren Porträts durch ausgewählte Kleidung und mit Hilfe sorgfältiger Retusche besonders »schön« auszusehen. Deshalb wurden laut Ausschreibungstext interessante Fotos von »Menschen in Räumen, Menschen vor Hintergründen oder Menschen im Studio« gesucht.

Insgesamt gingen 210 Aufnahmen ein, darunter – aufgrund der Präsentation des Wettbewerbs im Internet – auch eine große Zahl aus anderen Bundesländern sowie aus dem europäischen Ausland. Den 1. Preis, einen Zeppelinflug für zwei Personen, gewann dabei originellerweise ein Teilnehmer aus der Zeppelinstadt Friedrichshafen.

Fotowettbewerb »Lebendiges Freilichtmuesuem«

Der Förderverein Freilichtmuseum Beuren e.V. lud im Jahr 1997 Hobbyfotografinnen und Hobbyfotografen ein, das vielfältige Leben im Freilichtmuseum, z. B. bei den Aktionstagen, ins rechte Licht zu rücken und dabei den Blick auch auf sonst unbeachtete, scheinbare Nebensächlichkeiten zu lenken. Bis zum Einsendeschluss gingen insgesamt 280 Bilder ein, darunter manch origineller Schnappschuss. Die Jury vergab den 1. Preis, einen Burgenflug über die Schwäbische Alb, an Arnold Layh aus Neuffen für sein Bild »Oma und Enkelin im Haus Walz«.

Der Förderverein zeigte insgesamt 27 prämierte Bilder des Fotowettbewerbs »Lebendiges Freilichtmuseum« in einer Ausstellung in der Panorama Therme in Beuren; später »wanderte« diese Fotoausstellung nacheinander in vier Gemeinden, aus denen Gebäude ins Museumsdorf transloziert worden waren.

Feilenhauerhandwerk

Die Herstellung von Feilen und Raspeln galt seit dem Spätmittelalter als wichtiges, technologisch anspruchsvolles Handwerk. Die Stadt Esslingen etablierte sich dabei zu einem Zentrum der Feilenhauerei im deutschsprachigen Raum. Nach dem Einzug der computergesteuerter Laserbearbeitung in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts verloren Feilen und Raspeln ihre einst unverzichtbare Bedeutung.

Um das Wissen über diese alte Handwerkskunst zu bewahren, unterstützte der Förderverein im Jahr 1995 die Magisterarbeit von Ralf Spicker über das Handwerk der Feilenhauerei in Esslingen mit einem finanziellen Beitrag. Beim Museumsfest 1996 zeigte das Freilichtmuseum dann eine kleine Ausstellung zur handwerklichen Feilenhauerei aus Beständen der ehemaligen Werkstatt von Albert Hamm, dem letzten Esslinger Feilenhauer.

Der Aufsatz »Das Handwerk der Feilenhauerei in Esslingen« von Achim Frick/Ralf Spicker in der Zeitschrift »Schwäbische Heimat« (Heft 4/1997) gibt einen zusammenfassenden Einblick in dieses einst bedeutende Handwerk; der Beitrag erschien auch als Sonderdruck, herausgegeben vom Förderverein Freilichtmuseum Beuren e.V.

 

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